RHETORIK-PROFI

der BLOG von stagement®

Wie kann ich Füllwörter vermeiden?

„Hmm“, „Ja“ und „Äh“ vermeiden

Wie kann ich Füllwörter vermeiden? Unter Verlegenheitslauten verstehen wir alle Ausdrücke, die eine Unsicherheit ausdrücken wie z. Bsp.: „Hmm“, „äh“, „häufiges: ja?“, ständiges Räuspern, oder das Wiederholen von gleichen Wörtern oder Sätzen wie: „vielleicht“, „sozusagen“, „Das müssen sie verstehen?“.

Verlegenheitslaute werden vom Redner selbst oft nicht gehört. Erst der Hinweis von anderen Personen kann ihn dafür sensibilisieren und helfen Füllwörter vermeiden zu lernen. Um Verlegenheitslaute und Füllwörter vermeiden zu können ist es zunächst wichtig, die Ursache für die Entstehung zu erkennen.  An dieser Stelle können wir aus dem breiten Spektrum der Verlegenheitslaute nur die bekanntesten analysieren und allgemeine Lösungsvorschläge geben; denn jeder Verlegenheitslaut hat eine individuelle Ursache, die der Redner für sich erkennen muss. Erst dann kann er diesen Unsicherheitsausdruck bewusst vermeiden.

Das „Äh“

Das berühmte „Äh“ entsteht in der Regel durch eine starke Unzufriedenheit des Redners mit der Auswahl seiner Argumente oder mit der inhaltlichen Kompetenz seines Redebeitrages. In so einer Situation spricht der Redner die Sätze oft nicht auf den Punkt (Betonung am Satzende nach unten). Die Satzmelodie wird dann wie bei der Formulierung einer Frage am Satzende nach oben geführt. Dadurch hat der Redner keine Möglichkeit eine Pause zu machen und schließt automatisch ein „Äh“ an. Wenn man sich dieses „Äh“ abtrainieren will, ist es notwendig, die Absicht und das Ziel seiner Sätze genau zu kennen und sie klar und eindeutig zu betonen!

Das „Ja“

Das „Ja“ als Verlegenheitslaut hinterlässt beim Zuhörer oder Gesprächspartner oft ein Gefühl von unangenehmer bewusster oder unbewusster Beeinflussung durch den Redner. Warum sagt der nach jedem zweiten Satz „Ja“? Ich habe ihn doch verstanden. Man fühlt sich dadurch schnell unter Druck gesetzt, dem Gesagten zu zustimmen. Eine ablehnende Haltung des Zuhörers gegen die Person oder die Inhalte ist oft die Folge. Aber warum sagen einige Menschen so oft „Ja“. In der Regel hat das auch wieder mit der Unsicherheit des Redners zu tun. Dieses „Ja“ ist oft bei Menschen zu beobachten, die sich in der jeweiligen Situation unsicher oder sachlich nicht kompetent genug fühlen. Der Redner versucht dann durch den Gebrauch des „Ja“ unbewusst die Zustimmung oder das Verständnis des Zuhörers zu bekommen.

Die Selbstzweifel an der eigenen persönlichen und inhaltlichen Kompetenz oder Akzeptanz müssen dann abgelegt werden, damit dieser Verlegenheitslaut vermieden werden kann.

Der Konjunktiv

Viele Menschen gebrauchen in ihrer Kommunikation zu häufig den Konjunktiv:

Man könnte vielleicht oder hätte evtl. die Möglichkeit, wenn man berücksichtigen würde, natürlich nur wenn man wollte…..usw.

Diese Menschen vermeiden klare Aussagen und versuchen oft, sich mit Hilfe dieser sprachlichen Stütze vor verbalen Angriffen zu schützen. Es gibt sicherlich Lebenssituationen, wo wir den Konjunktiv brauchen, weil er unsere hypothetischen Annahmen ausdrücken soll. Wenn er aber nur als Schutzmechanismus benutzt wird, verhindert er eine klare und eindeutige Standpunkt-Haltung. Mit dieser Formulierung gibt der Redner keine Antworten sondern hinterlässt oft mehr Fragen als vor seiner Rede. Denn je konkreter die Aussage ist, umso weniger Fragen bleiben unbeantwortet.

In unseren Rhetorikseminaren mit nur 3-5 Teilnehmern pro Seminar können Sie Ihre rhetorischen Fähigkeiten in intensiver Lernatmosphäre verbessern und lernen wie Sie in aufregenden Situationen Füllwörter vermeiden. stagement Rhetorikkurse finden Sie bundesweit, z.B. in Hamburg, Bremen, Köln, Frankfurt, Stuttgart, München und Leipzig. Alle Infos auf unserer Internetseite:

www.stagement.com

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Zur Person